Ängste, Phobien und Panikattacken

Die Angst ist meist ein unangenehmes Gefühl, das wir vermeiden wollen. Angst kann lähmen, einem die Sprache verschlagen, den Boden unter den Füßen wegziehen, den Atem rauben.
Wenn die Angst zu groß wird, verlässt uns der Mut. Wir beginnen zu fliehen, oder wenn sie noch stärker wird, können wir sogar vor Angst erstarren. Die Angst beginnt uns zu lähmen und hält uns davon ab, zu handeln. Deshalb mögen wir die Angst nicht und unternehmen alles Erdenkliche, um sie zu vermeiden.
Wir haben Angst, dass etwas Unangenehmes passieren könnte, dass wir in eine Situation kommen könnten, die uns überfordert oder die mit negativen Gefühlen behaftet ist, die wir lieber vermeiden. Das ist keine „direkte“ oder „echte“ Angst, die uns in einer bestimmten Situation begegnet. Das ist nicht mehr die Angst vor einer konkreten, realen Gefahrenquelle, sondern eine Angst vor einer möglichen Situation, die uns Angst macht: die Angst vor der Angst.
Umso mehr wir die Angst vermeiden wollen, umso mehr wir dabei unseren Körper kontrollieren möchten oder andere um Hilfe bitten, die Situation wird meist schlimmer.

Hier ist es sinnvoll und notwendig durch gezielt therapeutische Maßnahmen die festgefahrenen Muster zu verändern und neue Handlungsmöglichkeiten aus der Angst zu installieren. Mit den Werkzeugen der strategisch-systemischen Kurzzeit-Therapie ist es in den meisten und auch sehr schwierigen Fällen möglich, schnelle Veränderungen zu erzielen, die durch das Erlernen neuer Strategien dauerhaft abgesichert werden können.

„Angst bezieht sich übrigens immer auf etwas, das sich in der Zukunft ereignen wird oder ereignen könnte. Ich habe beobachtet, dass Ängste sich auflösen, sobald sich ein Mensch dem, wovor er Angst hat, in der Gegenwart stellt.“
Virginia Satir